Die
Initiative begann anläßlich des Welt-AIDS-Tages 1996, der unter
dem Motto "one world - one hope" stattfand. Einige Mitarbeiter/innen
der AIDS-Hilfe Frankfurt (AHF), der Deutschen Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit (GTZ) und Aktivisten/innen von ACT UP Frankfurt hatten Kontakte
zu HIV-betroffenen Menschen aus unterschiedlichen Ländern hergestellt
und sie eingeladen, den Welt-AIDS-Tag gemeinsam in Frankfurt zu begehen.
So kamen André, ein Künstler aus Guyana, Rose, eine Lehrerin
aus Uganda und Somchai, ein Leher aus Thailand, alle drei Mitarbeiter verschiedener
Selbsthilfegruppen, im November/Dezember 1996 nach Frankfurt. Aus der anfänglichen
Verbundenheit über die Sache haben sich Freundschaften entwickelt.
Das Engagement von Rose, André und Somchai hat uns tief und nachhaltig
beeindruckt.
Während
ihres Besuches im Dezember 1996 haben André, Rose und Somchai die
zahlreichen Veranstaltungen rund um den Welt-AIDS-Tag mitgestaltet. Am 1.
Dezember sprachen sie mit anderen vor tausenden Zuhörern/innen in der
Frankfurter Paulskirche über ihre persönlichen Erfahrungen, Leiden
und ihr Engagement in ihren Selbsthilfegruppen. Die erste Spendensammlung
in der Frankfurter Paulskirche wurde aufgeteilt und erlaubte den Dreien,
Initiativen in ihren Organisationen zu unterstützen. Sie berichten
regelmäßig über den Fortgang der Aktivitäten, die durch
die Spendengelder möglich geworden sind. Das Interesse der Presse am
Welt-AIDS-Ereignis half mit, erstmals eine breite Öffentlichkeit in
Frankfurt auf die Situation und das Engagement von HIV/AIDS betroffener
Menschen in der Dritten Welt aufmerksam zu machen. Dem Spendenaufruf schlossen
sich auch spontan Firmen an.
Um die begonnene Unterstützung auch in Zukunft fortzusetzen und uns hier in Deutschland, insbesondere im Frankfurter Raum, weiterhin für ein erhöhtes Verständnis des HIV/AIDS Dramas in der Dritten Welt einzusetzen, haben wir den Verein "one world - one hope" gegründet.