Die Initiative begann anläßlich des Welt-AIDS-Tages 1996, der unter dem Motto "one world - one hope" stattfand. Einige Mitarbeiter/innen der AIDS-Hilfe Frankfurt (AHF), der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und Aktivisten/innen von ACT UP Frankfurt hatten Kontakte zu Menschen, die mit HIV /AIDS leben aus unterschiedlichen Ländern hergestellt und sie eingeladen, den Welt-AIDS-Tag gemeinsam in Frankfurt zu begehen.
So kamen André, ein Künstler aus Guyana, Rose, eine Lehrerin aus Uganda und Somchai, ein Leher aus Thailand, alle drei Mitarbeiter verschiedener Selbsthilfegruppen, im November/Dezember 1996 nach Frankfurt. Aus der anfänglichen Verbundenheit über die Sache haben sich Freundschaften entwickelt. Das Engagement von Rose, André und Somchai hat uns tief und nachhaltig beeindruckt.
Um die begonnene Unterstützung auch in Zukunft fortzusetzen und uns hier in Deutschland, insbesondere im Frankfurter Raum, weiterhin für ein erhöhtes Verständnis des HIV/AIDS Dramas in der Dritten Welt einzusetzen, haben wir den Verein "one world - one hope" im September 1997 gegründet. Der Verein ist gemeinnützig und hat die Zielsetzung, von der HIV-Epidemie betroffene Menschen in Entwicklungsländern zu unterstützen und Projekte zu fördern, die direkte Präventionsarbeit leisten oder indirekt, durch die Verbesserung der Lebensbedingungen, zur Verringerung der HIV-Infektionen beitragen. Besonderes Interesse gilt dabei dem Schutz der Menschenrechte und dem Abbau von Diskriminierung und Stigmatisierung. Gleichzeitig wollen wir die deutsche Öffentlichkeit für Problembereiche von Menschen in Entwicklungsländern sensibilisieren und damit einen Beitrag zur Verständigung unterschiedlicher Lebens- und Kulturkreise leisten. Zur Erreichung dieses Ziels sollen Informations- und PR-Veranstaltungen durchgeführt und Kontakte zu Personen und Projekten in Entwicklungsländern aufgebaut und unterhalten werden, die wir durch Spendengelder in ihrer Arbeit unterstützen.
Während ihres Besuches im Dezember 1996 haben André, Rose und Somchai die zahlreichen Veranstaltungen rund um den Welt-AIDS-Tag mitgestaltet. Am 1. Dezember sprachen sie mit anderen vor tausenden Zuhörern/innen in der Frankfurter Paulskirche über ihre persönlichen Erfahrungen, Leiden und ihr Engagement in ihren Selbsthilfegruppen. Die erste Spendensammlung in der Frankfurter Paulskirche wurde aufgeteilt und erlaubte den Dreien, Initiativen in ihren Organisationen zu unterstützen. Sie berichten regelmäßig über den Fortgang der Aktivitäten, die durch die Spendengelder möglich geworden sind. Das Interesse der Presse am Welt-AIDS-Ereignis half mit, erstmals eine breite Öffentlichkeit in Frankfurt auf die Situation und das Engagement von HIV/AIDS betroffener Menschen in der Dritten Welt aufmerksam zu machen. Dem Spendenaufruf schlossen sich auch spontan Firmen an.